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Mittelerde - Aktuelles Manuskript:  Angmar
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Angmar
Siebenhundert Jahre lang erfüllte der Name Angmar die Herzen der Dúnedain des Nordens mit Furcht und Sorge, erinnerten sie sich doch der Tage vor dem Auftreten des Hexenreiches.

Zwar trübte sich das Bild des Friedens in Eriador bereits im Jahr 861 DZ, als Arnor in die drei Nachfolgereiche Arthedain, Cardolan und Rhudaur zerfiel und deren Streitigkeiten und Kriege die Blüte Arnors beendeten. Aber mit dem Aufstieg Angmars gegen Endes des 13. Jahrhunderts DZ wurde die Lage der Dúnedain-Reiche noch komplizierter.

Nun besaßen die Dúnedain einen gemeinsamen Feind. Doch ihr großes Versagen lag darin, dass sie dies nicht oder erst zu spät erkannten.

Der Hexenkönig, scheinbar unsterblich, war für sieben Jahrhunderte ein unermüdlicher Feind der Dúnedain des Nordens. Als mächtigster von Saurons Nazgûl führte er die Anweisungen seines finsteren Herrn aus, indem er die zersplitterten Dúnedain des Nordens nach und nach nahezu vernichtete. Allerdings hielt er seine Identität verborgen, stets darauf bedacht, kein Anzeichen für eine Rückkehr Saurons erkennen zu lassen.

Von den drei Nachfolgereichen Arnors geriet Rhudaur während des 14. Jahrhunderts DZ als erstes unter den Einfluss Angmars. Im Jahr 1409 DZ fiel der letzte König von Cardolan (den Arthedain als solchen nicht anerkannte) im Zweiten Nordischen Krieg. Der Untergang der letzten Reste der cardolanischen Monarchie in den folgenden Wirren brachen dem zweiten Reich der Dúnedain des Nordens das Rückgrat. Dessen letzte Überreste zerfielen nach der Pest in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts DZ vollends. Nur Arthedain blieb nach 1409 DZ als intakter Staat übrig, um sich Angmars Macht zu widersetzen.

Die arthedainischen Truppen waren exzellent ausgerüstet, gut geführt und den Truppen Angmars in der Kriegskunst deutlich überlegen. Zudem besaßen die Dúnedain Arthedains fast bis zum Ende ein größeres militärisches Mobilisierungspotenzial als das eigentliche Angmar. Nur nach langer und gründlicher Vorbereitung konnte der Hexenkönig kurzzeitig genug Söldner und "Kreuzfahrer" (zu einem guten Teil aus dem Osten) gegen die verhassten Dúnedain aufbieten, um Arthedain an Zahl überlegen zu sein.

Allerdings reichten die in Angmar selbst rekrutierten Truppen aus, Arthedain an einem Angriff auf das Reich des Hexenkönigs zu hindern: Die logistischen Schwierigkeiten, jenseits des Niemandslandes der Udanoriath eine Anzahl starker Burgen zu belagern, überstieg die militärischen Möglichkeiten Arthedains bei weitem.

Während die militärische Kraft der Dúnedain mit den Jahren schwand, blieb Angmars Stärke weitgehend konstant. Zudem betrieb der Hexenkönig eine Strategie des ständigen Kleinkrieges: Immer wieder wurde ein Orkstamm oder eine Abteilung lokaler menschlicher Truppen ausgeschickt, um einen Raubzug zu unternehmen und damit die Verteidigungs- und Kampfbereitschaft Arthedains zu prüfen.

Doch der Mangel an Zusammenhalt zwischen den Streitkräften des Hexenkönigs war wohl ihre größte Schwäche, und bei jedem größeren Krieg verschärften sich mit der Dauer des Feldzuges die disziplinarischen Probleme in Angmars Heer.

Auch wenn er eines der mächtigsten Geschöpfe in Mittelerde war, verließ sich der Hexenkönig auf seine feudalen Fürsten und andere Untergebene, um Ordnung herzustellen und das Reich zu regieren. Seine eigene furchtbare Präsenz hielt er nur für Gelegenheiten zurück, wo dies unumgänglich war. Auf diese Weise gelang es ihm lange, die Dúnedain und die Weisen darüber im Unklaren zu lassen, wer der "Hexenkönig" tatsächlich war, und dass es sich möglicherweise um einen Ringgeist handeln könnte.

Der Hexenkönig besaß viele Verbündete. Die Orkfürsten vom Gundabadberg zollten ihm Tribut, auch wenn er in Friedenszeiten nur wenig Befehlsgewalt über sie hatte. Seine anderen Agenten waren zahlreich: im 17. Jahrhundert beispielsweise der "Kriegsherr" des zentralen Cardolan oder Broggha, der König der Hügelmenschen in Rhudaur.

Die in den fruchtbaren nördlichen Anduintälern lebenden Nordmenschen vom Volk der Estaravi wurden schon bei der Gründung Angmars unterworfen und dienten in den folgenden Jahrhunderten als Quelle für zusätzliche Soldaten. Ihr Gebiet war Angmars Osten jenseits der nördlichen Nebelberge.

Der Hexenkönig spielte auch eine erhebliche Rolle in der Politik Rhovanions, denn durch die verdeckte Zusammenarbeit mit anderen Nazgûl ließen sich hier menschliche Völker für Angmars Zwecke manipulieren. Das von Khand abhängige Reich von Mistrand an der Südküste des Meeres von Rhûn diente hierbei als logistische Basis für die Söldner, die in den großen Feldzügen (DZ 1352/59, 1409, 1851, 1974) des Hexenkönigs rekrutiert wurden.

Schließlich führte eine große Zahl von Spionen und Attentätern zahlreiche verdeckte Missionen für Angmar aus, stets mit dem Ziel, die Dúnedain und ihre Verbündeten zu schwächen.

Angmar war ein hartes Land, subtil beeinflusst von der bösartigen Macht seines Herrn. Während der Existenz des Staates verschlechterte sich das Klima in Eriador allmählich. Die meisten Untertanen des Hexenkönigs lebten am Westrand des Tales von Angmar(Nan Angmar) auf jenem schmalen Streifen Land, der eine erfolgreiche Landwirtschaft ermöglichte. Das Tal von Angmar selbst war in weiten Bereichen nahezu unfruchtbar, obwohl an einigen Stellen auch Ackerbau möglich und sinnvoll war.

Die Bevölkerung Angmars war aufgrund der geografischen und klimatischen Gegebenheiten stets deutlich geringer als die Arthedains oder Cardolans. Das kahle Niemandsland zwischen Cardolan und Arthedain einerseits und Angmar andererseits stellte allerdings für jede Armee eine große Barriere dar. Zudem war Angmar durch befestigte Gehöfte und zahlreiche Burgen gut gesichert, so dass es auch mit seiner deutlich schwächeren Bevölkerung vor Angriffen Arthedains oder Cardolans sicher war.

Diese Bevölkerung ernährte sich von dem, was in Angmar angebaut wurde (der wichtigste Grund für die relativ geringe Bevölkerung Angmars). Die Idee, aus Rhovanion und Rhûn Nahrungsmittel dauerhaft und in großem Maßstab mit Karawanen nach Angmar zu schaffen, wurde schnell aufgegeben, als sich zeigte, dass ein solches Unterfangen mit den zur Verfügung stehenden logistischen Mitteln nicht einmal ansatzweise realisierbar war. Eine solche Rolle als "Kornkammer" für Angmar übernahmen die Estaravi, die mit ihren landwirtschaftlichen Überschüssen für die Ergänzung des Ertrages der kargen Böden von Angmar westlich des Nebelgebirges (Hithaeglir) sorgten.

Das Leben unter dem Einfluss des Hexenkönigs war rau. Die damaligen Bewohner Eriadors sahen Angmar allerdings weit weniger negativ als angenommen. Sauron war zur Zeit Angmars noch stark geschwächt. Somit vermied er sorgfältigst jegliches Anzeichen seiner Rückkehr.

Angmar stellte sich für seine Zeitgenossen auch nicht als "Reich des Bösen" dar, sondern versuchte, sich als "Hort der ungerecht Behandelten" zu zeigen: Ein Reich, welches nicht von den stolzen Dúnedain regiert wurde und tatsächlich versuchte, ihnen einen "gerechten Anteil" an den Schätzen Eriadors abzutrotzen.

Die oftmals stolze und elitäre Selbsteinschätzung der Dúnedain förderte dies natürlich - und hatte erst ein Klima geschaffen, in dem eine solche Propaganda wirken konnte.

Bis auf die Dúnedain und die Elben sahen die meisten Menschen Angmar lediglich als ein weiteres Reich, das versuchte, seinen Einfluss zu erweitern - vielleicht etwas militanter als andere, doch mit Perspektiven für Männer, die sich beweisen wollten.



 

 
 
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